Trollinger Status Quo

Die Rebsorte erfährt seit Jahren einen kontinuierlichen Rückgang im Anbau (2000: 2.582 ha Trollinger, 2024: 1.767 ha, siehe Abb. 1). Zum anderen sind die bestehenden Anlagen mit einem Alter von 27,8 Jahren (Stand 2020) von einer starken Überalterung geprägt.
Zum Vergleich: Im Jahr 2000 waren die Trollinger-Rebanlagen im Schnitt noch 18,3 Jahre alt (Statistisches Landesamt Baden-Württemberg 2000-2021; LVWO Weinsberg 2021; Dreisiebner 2022)

Entweder roden die Betriebe den Trollinger und entscheiden sich für eine andere Rebsorte oder – und das insbesondere in Terrassen- und Steillagen – erfolgt keine Neuanpflanzung, so dass eine traditionsgeprägte Kulturlandschaft schwindet. Der Wechsel auf Qualitätsklone mit aufrechtem Wuchs und kleineren Trauben (S-Klone) bleibt aus.

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Entwicklung der bestockten Trollinger-Rebfläche in Württemberg von 1996 bis 2024

Quelle: LVWO Weinsberg 2025